Globale Wachstumsmärkte gewinnen an Attraktivität für Einzelhandel

„Die abflauende Konjunktur im Heimatmarkt macht es für Einzelhändler attraktiv in globale Wachstumsmärkte zu investieren. Dafür braucht es eine mutige Strategie in diesen Märkten schnell Präsenz aufzubauen und trotzdem über den nötigen langen Atem zu verfügen“, fasst Dr. Mirko Warschun, Partner und Leiter der Handel- und Konsumgütersparte bei A.T. Kearney, die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen.

Der Global Retail Development Index (GRDI) dient Einzelhändlern, Investoren und der Konsumgüterindustrie als wichtige Entscheidungsgrundlage für Investitionen. Dafür untersuchte ein globales Team von A.T. Kearney Handelsexperten 30 ausgewählte, nationale Wachstumsmärkte auf der Grundlage von drei Kriterien: Politische und wirtschaftliche Risiken; Einwohnerzahl von mindestens fünf Millionen und einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von mindestens 3.000 USD.

„China bleibt weiter ein besonders attraktives Ziel mit einem Einzelhandelssektor, der bis zum Jahr 2024 auf einen jährlichen Gesamtwert von voraussichtlich 6,6 Billionen USD steigen wird. Aber auch andere, große Schwellenländer wie Indien und Brasilien entwickeln sich positiv“, so Warschun. Zugleich warnt der Handelsexperte, die Herausforderungen zu unterschätzen. Nicht nur die Investitionssummen schwanken von Land zu Land, auch die jeweilige Größe wirkt sich massiv auf Lieferketten und die Mindestmenge an Filialen auf, um die nötige Marktpräsenz zu erzielen. Zudem entwickelt sich der Online-Handel dynamisch und bedarf länderspezifischer Antworten.

Nach Ansicht Warschuns verfolgt ALDI aktuell in China einen vielversprechenden Ansatz mit seinen bei den chinesischen Konsumenten beliebter werdenden Eigenmarken und dem gezielt abweichenden Produktsortiment. Zudem hat das Unternehmen nach ersten Testfilialen nun eine aggressive Wachstumsstrategie angekündigt und flankiert seinen stationsbasierten Handel mit Online Angeboten. Ähnlich verhält es sich beim Expansionskurs der Schwarz-Gruppe in Bulgarien.

 

Quelle: Presseportal.de

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