Große Online Shops vergeuden Potenzial

Zahlreiche Online-Shops könnten noch deutlich mehr tun, um die Bedürfnisse ihrer Kunden beim Interneteinkauf zu befriedigen. Das trifft auch auf big player wie Zalando, H&M oder Amazon zu. Viel Potenzial wird dabei hinsichtlich der Shopgestaltung vergeudet: die verschiedenen Shopkonzepte differenzieren nur wenig, sowohl untereinander als auch hinsichtlich der eigenen Offline-Marken.

Das ist ein Kernergebnis der aktuellen Studie „Wunsch und Wirklichkeit: So shoppen die Deutschen online.“ von der GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung (Heidelberg).

Die Untersuchung identifiziert fünf unterschiedliche Basismotive, die Online Shoppern im Rahmen des Einkaufs im Internet wichtig sind und bricht diese auf vier unterschiedliche Produktkategorien (Fashion, Lebensmittel, Spielwaren, Drogerie) herunter. Daneben wird untersucht, ob und inwieweit große Online Shops Konsumentenanforderungen hinsichtlich Gestaltung und Funktionen von Shops, erfüllen.

So erwarten zum Beispiel knapp zwei Drittel der Befragten (65%) von digitalen Fahsion Shops wie Bonprix oder H&M unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten, während dies nur 54% der Befragten bei Online Drogerien wichtig ist. Eine möglichst vielseitige visuelle Darstellung der Produkte (zum Beispiel Zoom oder 360 Grad Ansichten) ist beim Online Lebensmittelkauf nur gut einem Viertel der Befragten wichtig (27%). Beim digitalen Kleidereinkauf ist dies jedoch für 50 Prozent aller Befragten eine wichtige Anforderung an den Online Shop.

Die Studie ermittelt darüber hinaus den Anteil der Käufe, die über das Smartphone abgewickelt werden. Hier bestehen innerhalb der Kategorien zum Teil erhebliche Unterschiede. So shoppen bei Zalando 20% der Befragten mit iPhone & Co, während es im Online Shop von H&M 39 Prozent sind.

Für die Studie wurden im Sommer 2018 etwa 1.100 Personen zwischen 18 und 64 Jahren, die regelmäßig im Internet einkaufen, online befragt.

Die GIM ist ein international agierendes Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Heidelberg und Niederlassungen in vier Ländern, darunter China.

 

Quelle: Presseportal

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