Autogipfel: Deutsche Umwelthilfe fordert sofortigen Stopp der Förderung klimaschädlicher Plug-In-Hybride

-  Bundesgeschäftsführer Resch: "Plug-In-Stadtpanzer mit Pseudo-Elektroantrieb noch in diesem Herbst aus dem Förderprogramm streichen" 
-  Emissions-Kontroll-Institut (EKI) misst bei Plug-In-Hybriden CO2-Werte bis zu fünf Mal so hoch wie der EU-Flottengrenzwert 
-  DUH: Dienstwagenvorteil nur noch für Fahrzeuge, die im Realbetrieb auf der Straße den Grenzwert von 95 g CO2/km einhalten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von der Bundesregierung, beim morgigen Autogipfel die Förderung klimaschädlicher Plug-In-Hybride sofort zu stoppen. Das betrifft sowohl direkte Prämien beim Autokauf als auch die Vorteile bei der Dienstwagenbesteuerung.

“Auf diesem Autogipfel muss eine klimaverträgliche Nachjustierung der aktuell geltenden Kaufanreize erfolgen. Klimaschädliche Stadtpanzer mit Pseudo-Elektroantrieb, die mit einem Mehrfachen des zulässigen CO2-Ausstoßes das Klima belasten, müssen noch in diesem Herbst aus dem Förderprogramm gestrichen werden”, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Das verbandseigene Emissions-Kontroll-Institut (EKI) hat in umfangreichen Tests den CO2-Ausstoß verschiedener Fahrzeuge im Realbetrieb ermittelt, darunter vier Plug-In-Hybride. Diese lagen mit bis zu 499 g CO2/km um ein Vielfaches über dem EU-Flottengrenzwert von 95 g. Die DUH fordert deshalb, dass Emissionswerte künftig im Realbetrieb auf der Straße ermittelt werden und nicht mehr realitätsfern auf Prüfständen. Zudem sollten – wenn eine steuerliche Förderung von Dienstwagen überhaupt fortgesetzt wird – nur noch Fahrzeuge berücksichtigt werden, die bei diesen Tests den EU-Grenzwert von 95 g CO2/km einhalten. Eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor lehnt die DUH grundsätzlich ab.

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH: “Die Autobauer nutzen die Plug-In-Hybrid-Technik nicht, um sparsame und effiziente Autos auf die Straße zu bringen, sondern um weiterhin CO2-intensive, überdimensionierte SUV zu verkaufen. Die Bundeskanzlerin unterstützt das mit der aktuellen Förderpolitik. Der Bundesregierung ist völlig bewusst, dass so die Klimaziele nicht erreicht werden. Hier wird Klimaschutz zugunsten kurzfristiger Gewinne in der Autobranche aufgegeben. Wir fordern von Frau Merkel unabhängige politische Entscheidungen zugunsten des Gemeinwohls.”

Links:

Hintergrundpapier Plug-In-Hybride: http://l.duh.de/p200907

Pressekontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

DUH-Pressestelle:

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