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Karliczek: Deutschland ist in Europa Spitzenreiter beim Supercomputing

In der aktuellen Liste der schnellsten Supercomputer stellt Deutschland einen der energieeffizientesten Rechner weltweit

Parallel zur jährlichen „Supercomputing“-Konferenz in den USA wurde gerade die aktuelle Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt vorgestellt. Die Rechner des deutschen Gauss Centre for Supercomputing in Jülich, München und Stuttgart belegen darin die Plätze 7, 15 und 16. Der Supercomputer in Jülich ist außerdem der weltweit energieeffizienteste unter den schnellsten 100 Rechnern. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Deutschland spielt in der Weltliga der Supercomputer mit. Das ist eine gute Nachricht für das Innovationsland Deutschland. Superschnelle Rechner sind eine absolute Zukunftstechnologie im digitalen Zeitalter. Unser Gauss Centre for Supercomputing mit den drei extrem leistungsfähigen Supercomputern in Jülich, München und Stuttgart ist eindrucksvoll an die Spitze in Europa aufgestiegen.

Die Supercomputer stellen für Anwenderinnen und Anwender aus allen Bereichen der Wissenschaft passgenau Rechenleistung bereit. Die Anwendungen reichen dabei von der Suche nach Wirkstoffen gegen Covid-19 über die Optimierung von Windkraftanlagen bis zu Fragen aus der Teilchenphysik. Die drei Rechner setzen auf unterschiedliche Konzepte, die sich hervorragend ergänzen. Gerade der Spitzenrechner in Jülich ist besonders für anspruchsvolle Datenanalysen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz geeignet. Gleichzeitig ist er der energieeffizienteste Rechner unter den Top 100 Supercomputern. Dies setzt weltweit Maßstäbe.

Das Gauss Centre for Supercomputing zeigt auch, wie gut die Zusammenarbeit im Föderalismus funktionieren kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Länder Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg arbeiten hier hervorragend zusammen.“

Hintergrund:

Ohne Simulationsverfahren auf Hoch- und Höchstleistungsrechnern ist moderne Wissenschaft zum Beispiel in der Energieforschung, den Material- und Lebenswissenschaften oder auch der Klimaforschung undenkbar. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig: die Simulation komplexer Abläufe in unserem Körper (Brustkrebs-, Herz- und Asthmaforschung), die Optimierung von Verbrennungskraftwerken und Windkraftanlagen oder Crashtests zur Entwicklung sicherer Fahrzeuge und Fahrassistenzsysteme.

Höchstleistungsrechnen ist ein unverzichtbarer Baustein der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Höchstleistungsrechnen als Basis für wissenschaftliche Exzellenz in Deutschland und Wertschöpfungspotenziale der Wirtschaft durch den Ausbau von Rechenkapazitäten, Vernetzung und Technologien.

Die drei leistungsfähigsten Rechenzentren Deutschlands sind seit 2007 unter dem Dach des „Gauss Centre for Supercomputing“ (GCS) vereint: das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS), das Leibniz Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München (LRZ) und das Jülicher Supercomputing Centre (JSC). Dazu haben das BMBF und die Wissenschaftsministerien von Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen ein Verwaltungsabkommen geschlossen.

Seit 2017 geht die Förderung des Höchstleistungsrechnens in Deutschland in die zweite Runde. Dabei steht neben dem weiteren schrittweisen Ausbau der Infrastruktur auch die Weiterentwicklung von Rechner- und Softwaretechnologien im Mittelpunkt. Damit bewegt sich Deutschland weiterhin auf weltweitem Spitzenniveau.

Die International Conference for High Performance Computing, Networking, Storage and Analysis, ist eine Konferenz der amerikanischen Association for Computing Machinery und der IEEE Computer Society. Parallel zu Konferenz wird alljährlich die Top 500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt veröffentlicht.

Weitere Informationen:

https://www.bmbf.de/de/supercomputing-852.html

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