Babypuder-Skandal: So will Johnson & Johnson den Kursverfall stoppen

Die Aktie von Johnson & Johnson (J&J) ist in den vergangenen Tagen nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, gemäß dem das Unternehmen seit Jahren wusste, dass sein Babypuder asbestbelastet sei, und J&J entsprechende Informationen der Öffentlichkeit bewusst vorenthalten hat, massiv unter Druck gekommen.

Zwar wehrte sich J&J umgehend gegen die Vorwürfe und bezeichnet den Reuters-Bericht als einseitig und falsch. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass sich der US-Pharmakonzern den Asbest-Vorwürfen stellen muss. Im August dieses Jahres wurde J&J zu einer Strafe von 4,69 Milliarden Dollar verurteilt. Geklagt hatten 22 Frauen, die an Eierstockkrebs leiden und dafür J&J-Produkte wie das Körperpuder „Baby Powder“ als Grund für ihre Erkrankungen sehen.

J&J versucht Anleger zu beruhigen

Nachdem die Aktie von J&J am Freitag bereits mehr als zehn Prozent verloren hat und damit der größte Verlierer im Dow Jones war, setzte die Aktie auch am Montag ihre Talfahrt fort. J&J verlor erneut 2,9 Prozent und ist damit auch unter die wichtige Unterstützung in Form der 200-Tage-Linie gerutscht, was ein erneutes Verkaufssignal für die Aktie bedeutet.

J&J versucht dem Kursverfall nun entgegenzutreten. Das Unternehmen versucht die Anleger mit einem optimistischen Ausblick auf das operative Geschäft zu beruhigen. Der Konzern bestätigte die Gewinn- und Umsatzprognose für 2018 und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden Dollar an. Die Geschäftsentwicklung sei stark und der Ausblick stimme zuversichtlich, so der Pharma- und Konsumgüterhersteller nach Börsenschluss am Montag. Der starke Cashflow ermögliche es, durch die regelmäßige vierteljährliche Dividenden und den Rückkauf von Aktien gleichzeitig Wert für die Aktionäre zu schaffen, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens weiter. Ob das angekratzte Image allerding so leicht wieder aufpoliert werden kann, ist fraglich.

 

Quelle: Der Aktionär

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