Nicht alle Werbeartikel sind gleich: Nachhaltigkeit als Marketing-Tool

Werbegeschenke gehören zu einigen Situationen einfach dazu. Das Campus-Fest der Universität, die Fachmesse, der Tag der offenen Tür – es gibt immer wieder gute Gründe dafür, Werbeartikel bedrucken zu lassen und sie unter die Menschen zu bringen. Das ist seit Jahrzehnten eine gängige Praxis. Doch etwas verändert sich.

Nicht jeder Werbeartikel wird von den Kunden noch gerne gesehen. Denn Nachhaltigkeit ist vielen Menschen wichtiger geworden. Einen Kugelschreiber aus Plastik zu erhalten und zu benutzen, ist für sie nicht sinnvoll – und für ein Unternehmen mit einem grünen Image ist es möglicherweise nicht sinnvoll, sie überhaupt zu bedrucken.

Das grüne Image pflegen

Es gibt Unternehmen, die schreiben sich Nachhaltigkeit groß auf die Fahne. Der ganze Sinn vieler Startups ist es heutzutage, Produkte nachhaltiger zu machen oder Probleme des Umweltschutzes zu lösen. Doch es gibt auch zahlreiche Unternehmen, die lediglich etwas genauer auf ihre Unternehmensvorgänge achten wollen. Materialverschwendung reduzieren, Produkte recycelbar machen, an Organisationen spenden – es gibt viele kleine Maßnahmen, die ein Unternehmen nachhaltiger machen.

Das möchte man logischerweise dann auch kommunizieren. Auf die positiven Veränderungen wird auf der Homepage, in Kundengesprächen und auf Social Media hingewiesen. Ist es da nicht absurd, die Werbeartikel vollständig zu ignorieren?

Nachhaltige Werbeartikel liegen voll im Trend. Sie geben den Kunden und den Unternehmern ein besseres Gefühl und werden somit besser angenommen und länger genutzt. Das heißt nicht, dass klassische Werbeartikel überhaupt nicht mehr funktionieren, doch wer ohnehin ein grünes Image pflegt, der sollte auch seine Werbegeschenke entsprechend gestalten.

Diese Werbeartikel eignen sich

Die meisten Werbegeschenke können als nachhaltig bezeichnet werden, wenn sie recycelbar sind oder weitestgehend aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Die gute Nachricht ist: Für nahezu jeden Werbeartikel-Klassiker gibt es auch eine nachhaltigere Öko-Variante.

Beutel und Tragetaschen sind nachhaltiger, wenn sie aus 100% Baumwolle bestehen. Stifte werden mittlerweile besonders gerne mit Holzverkleidung bestellt. Kompostierbare Verpackungen für Süßigkeiten, solarbetriebene Uhren oder Samenmischungen sind ebenfalls Optionen, wenn man auf mehr Nachhaltigkeit setzen möchte.

Fehler beim Thema Nachhaltigkeit

Es gibt zwei große Fehler, wenn das grüne Image Teil der Außendarstellung werden soll. Zum einen darf nicht der Fehler gemacht werden, sich ausschließlich im Marketing nachhaltig zu geben, aber eigentlich nichts zu verändern. Kunden werden zunehmend sensibler und werden falsche Öko-Unternehmen früher oder später erkennen. Der Image-Schaden ist dann riesig.

Der zweite Fehler beschreibt praktisch genau das Gegenteil: Unternehmen, die bereits umweltfreundlicher arbeiten und sich bewusst für den Umweltschutz einsetzen, schaffen es nicht, dies auch zu kommunizieren. Grünes Marketing ist absolut legitim und wertvoll – immer wieder verpassen es Unternehmen, ihre gute Arbeit auch nach außen hin zu zeigen. Eine Firma, die einen Weg gefunden hat, ihren Müll um zehn Prozent zu reduzieren, sollte nicht mit einem Plastik-Kugelschreiber an Kunden herantreten.

Deshalb lohnen sich Werbegeschenke generell

Eine Frage, die nicht nur mit Bezug auf nachhaltige Werbeartikel gestellt wird, ist: Lohnen sich Werbegeschenke überhaupt noch? Ja, Werbeartikel sind weiterhin ein wichtiges Marketing-Instrument. Immer wieder wird darüber diskutiert, ob physische Produkte als Geschenk langsam ausgedient haben. Und immer wieder zeigen Erfahrungsberichte und Studien, dass das nicht der Fall ist.

Was unter anderem daran liegt, dass die psychologischen Vorgänge, die Werbegeschenke vor zwanzig Jahren so effektiv gemacht haben, auch heute noch wirken. Menschen, die ein Geschenk erhalten, fühlen sich dankbar und haben den Instinkt, etwas zurückzugeben. Außerdem ist das wiederholte Sehen einer Werbebotschaft wichtig, um sie wirklich wahrzunehmen.

Man könnte sogar argumentieren, dass physische Werbegeschenke wichtiger werden, je mehr es Unternehmen ins Internet treibt. Rabattcodes, verringerte Lieferkosten, Gratis-Zugaben und mehr sind online mittlerweile Gang und Gäbe. Sie fühlen sich einerseits unpersönlicher an, andererseits ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie verteilt werden, möglicherweise ein Grund dafür, dass sie weniger stark wirken. Wer da per Hand Tassen, Beutel oder USB-Sticks verteilt, ist im Vorteil.

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